Die ULAMEX Erdungsplatte ist ein Potentialausgleichselement aus ferritischem Edelstahl H17 (1.4016 / AISI 430), konzipiert für die normgerechte elektrische Verbindung (Equipotential Bonding) zwischen Aluminium-Montageschienen und der Erdungsinfrastruktur in Photovoltaik-Anlagen. Die gezahnten Kontaktflächen durchdringen die Oxidschicht der Aluminium-Profile und stellen einen niederohmigen, dauerhaften elektrischen Kontakt her — eine zwingende Anforderung nach IEC 62305 (Blitzschutz) und IEC 62548 (PV-Anlagen-Sicherheit).
Technische Daten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Werkstoff | Ferritischer Edelstahl H17 (1.4016 / AISI 430) |
| Abmessungen | 40 × 40 × 5,5 mm |
| Schraubenbohrung | Ø 8 mm (für M8-Schrauben) |
| Kontaktflächen | Beidseitig gezahnt (serrated) |
| Magnetisch | Ja (ferritische Struktur) |
| Anzugsmoment | 8–10 Nm |
| Norm | IEC 62305 / IEC 62548 / DIN EN 62561-1 |
| Funktion | Potentialausgleich (Equipment Bonding) |
Montagehinweise
Die Erdungsplatte wird zwischen der Montageschiene und dem Erdungsleiter positioniert, um einen durchgängigen Potentialausgleich innerhalb der PV-Anlage herzustellen. Setzen Sie die Erdungsplatte so auf die Montageschiene, dass die gezahnten Kontaktflächen direkt auf der Aluminium-Profiloberfläche aufliegen. Die Zahnung ist entscheidend: Aluminium bildet eine natürliche Oxidschicht (Al₂O₃), die als elektrischer Isolator wirkt. Die gezahnten Spitzen durchdringen diese Schicht bei der Verschraubung und stellen einen metallischen Direktkontakt her.
Führen Sie eine DIN 912 Innensechskantschraube M8 (oder eine gleichwertige M8-Schraube) durch die Ø 8 mm Bohrung der Erdungsplatte und durch das Schienenprofil. Verwenden Sie eine Gewindeplatte oder Nutenstein auf der Unterseite der Schiene als Gegenlager. Ziehen Sie die Verschraubung mit einem Drehmomentschlüssel auf 8–10 Nm an. Dieses Anzugsmoment gewährleistet ausreichende Flächenpressung, damit die Zahnspitzen die Oxidschicht sicher durchdringen, ohne das Aluminium-Profil zu verformen.
Installieren Sie mindestens eine Erdungsplatte pro Montageschiene. Bei Schienenlängen über 6 m oder bei Anlagen mit erhöhten Blitzschutzanforderungen (LPS Klasse I/II) empfiehlt sich eine Erdungsplatte an jedem Schienenende. Verbinden Sie den Erdungsleiter (Cu 6 mm² oder 10 mm²) mit der Erdungsplatte über eine geeignete Kabelklemme oder Ringkabelschuh unter der Befestigungsschraube.
Anwendungsbereiche
- Potentialausgleich in PV-Dachinstallationen — normgerechte elektrische Verbindung aller metallischen Anlagenteile gemäß IEC 62548 und VDE 0100-712
- Blitzschutz-Integration — Einbindung der PV-Unterkonstruktion in das äußere und innere Blitzschutzsystem nach IEC 62305
- Freilandanlagen (Ground-Mount) — Erdungsanschluss der Montageschienen an die Erdungsstangen über Erdungsleitungen
- Carport-PV-Systeme — Potentialausgleich der Aluminium-Schienen mit der Stahlkonstruktion des Carports
- Gebäudeerdung — Anschluss der PV-Unterkonstruktion an die Haupterdungsschiene (HES) des Gebäudes
Werkstoffeigenschaften
Die Werkstoffwahl H17 / 1.4016 (AISI 430) — ein ferritischer Edelstahl mit 16–18 % Chrom — ist für den Potentialausgleich optimal: Der ferritische Gefügeaufbau macht den Werkstoff magnetisch, was die Identifikation und Prüfung im Feld erleichtert. Im Gegensatz zu austenitischen Stählen (1.4301/A2) besitzt 1.4016 keine Nickelbeimischung, was das Risiko einer galvanischen Elementbildung in Kontakt mit Aluminium minimiert — ein kritischer Aspekt, da die Erdungsplatte dauerhaft unter Flächenpressung auf der Aluminium-Schiene verbleibt.
Die Korrosionsbeständigkeit des H17 ist für Außenanwendungen ausreichend, wenngleich sie unterhalb der A2/A4-Güten liegt. In aggressiven Umgebungen (Küstennähe, industrielle Atmosphäre) sollte die Verschraubung periodisch auf festen Sitz kontrolliert werden. Die gezahnten Kontaktflächen sind werkseitig scharfkantig geschliffen und dürfen vor der Montage nicht entgratet oder geschliffen werden — die Zahnung ist funktionswesentlich für die Oxidschicht-Durchdringung.
Kompatibilität
Die ULAMEX Erdungsplatte ist kompatibel mit:
- ULAMEX PV-Montageschienen 40×40 und 80×40 — direkte Montage auf der Schienenoberfläche
- DIN 912 Innensechskantschrauben M8 — durch die Ø 8 mm Bohrung
- Gewindeplatten und Nutensteine M8 — als Gegenlager im Schienenprofil
- ULAMEX Mittel- und Endklemmen — die Erdungsplatte kann unter der Klemme positioniert werden, um Erdung und Modulbefestigung zu kombinieren
- Erdungsleitungen Cu 6 mm² / 10 mm² — Anschluss über Ringkabelschuh unter der Befestigungsschraube
Warum ULAMEX
ULAMEX ist ein EN 1090 zertifizierter B2B-Großhändler für das komplette PV-Montagesystem einschließlich aller Erdungs- und Potentialausgleichskomponenten. Die Erdungsplatte wird zusammen mit Montageschienen, Klemmen, Dachhaken und dem vollständigen Befestigungssortiment aus einer Hand geliefert — eine Bestellung, eine Lieferung, eine Rechnung. Großverpackungen mit Palettenversand europaweit.
Häufig gestellte Fragen
Q: Warum hat die Erdungsplatte gezahnte Kontaktflächen?
Aluminium bildet natürlich eine Oxidschicht (Al₂O₃), die elektrisch isolierend wirkt. Die gezahnten Kontaktflächen der Erdungsplatte durchdringen diese Oxidschicht bei der Verschraubung mit 8–10 Nm und stellen einen niederohmigen metallischen Direktkontakt her. Ohne Zahnung wäre der Übergangswiderstand zu hoch für einen normgerechten Potentialausgleich.
Q: Warum ferritischer Edelstahl (1.4016) statt austenitischer (1.4301)?
Der ferritische Werkstoff 1.4016 ist nickelfrei, was das galvanische Korrosionsrisiko im Dauerkontakt mit Aluminium minimiert. Zudem ist er magnetisch, was die Identifikation und Prüfung erleichtert. Der austenitische 1.4301 (A2) enthält 8–10 % Nickel und erzeugt eine höhere galvanische Spannung gegenüber Aluminium.
Q: Wie viele Erdungsplatten benötige ich pro Anlage?
Mindestens eine Erdungsplatte pro Montageschiene. Bei Schienenlängen über 6 m eine Platte an jedem Ende. Die gesamte Erdungskette muss durchgängig sein — jede Schiene muss über die Erdungsplatte und den Erdungsleiter mit der Haupterdungsschiene oder dem Erdungsstab verbunden sein.
Q: Kann die Erdungsplatte unter einer Modulklemme montiert werden?
Ja. Die Erdungsplatte kann unter einer Mittel- oder Endklemme positioniert werden, sodass Modulbefestigung und Potentialausgleich in einem Montagepunkt kombiniert werden. Stellen Sie sicher, dass das Anzugsmoment von 8–10 Nm eingehalten wird und die Zahnung vollständig auf der Schienenoberfläche aufliegt.
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